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Aramis




Aramis 
le joyeux de la villa pele mele 
geboren 15.06.2000 - gestorben 18.10.2012


er liebte:
  • sein Rudel 
  • Weibisches (2- & 4Beiner) ohne Aufdringlich zu sein
  • Futtern - Äpfel und Kirschen zum Dessert
  • Katzen schmusen
  • Kinn kraulen
  • wenn Frauchen nach Chanel 05 rocht
  • und man leise mit ihm spracht
  • Fahrten in der rollenden Hundehütte
  • ganz besonders die Tage in der Bretagne 
  • wenn alles seinen gewohnten Gang nahm

Frauchen hatte mir auf Grund meines Megaösophagus* Problem beigebracht


  • erhöht zu essen und zu trinken*
  • langsam zu essen*
  • Brühe zur Kräftigung zu schlürfen*
  • dafür nicht mehr aus Pfützen oder vom Boden schlabbern oder schlürfen*
  • nicht allzu wild rum zutoben*
  • strenge Ruhe nach dem Essen*
  • und bei Anzeichen einer Möglichen Lungenentzündung sofort Antibiotika einzunehmen* -
  • obwohl Sie sonst Homöopathisch behandelt, waren diese Fälle so gravierend, dass gehandelt werden musste*
nebst einer soliden liebevollen Grund Ausbildung für den Alltag
  • Beginner Sanitätshunde Ausbildung 
  • Obedience
  • Unterordung & Gehorsam 
  • Fährten
Aramis hätte Dir erzählt:
Ich war der Kleinste im Rudel. (9 Geschwister) Hatte ständig Hunger und musste mich nach jeder Mahlzeit übergeben.
Zuerst machte dies niemand zum Thema. Frauchen und Herrchen kamen bis zu 2mal die Woche mit Ihrer fahrenden Kiste um die Ecke. Das konnte ich vom Zaun aus, an welchem ich immer hockte, sehen. Dann blieben Sie 1 oder gar 2 Tage, weil Ihr Bau nicht gerade in der Nähe lag. Das merkte man auch an Ihrem Dialekt. Ich ein französischer Hirtenhund wurde in Teutonen Land geboren und dem entsprechend sprachen meine Zieheltern "Hauchdeutsch". Die Adoptiveltern redeten Schweizerisch. Trotzdem verstanden wir uns alle super. Da kam es mir natürlich auch zu Gute, dass ich besser lesen und spüren (Körpersprache u.a.) als verstehen (Worte) kann.
Manchmal durfte ich mit den Schweizern (Herrchen und Frauchen) ausserhalb des Rudels tolle Sachen machen. So nahmen sie mich mal mit in den Wald - mal zu einer Autofahrt oder auf eine Riesenwiese und machten spassige Spiele. Prägung nannten sie das. Ich sprang einfach vom Herrchen zu Frauchen und sie machten sich vor Freude fast in die Hose. 

Zurück im Rudel bekam ich dann von meinen Geschwistern die Ohren langgezogen. Was soll`s Frauchen hatte mir zu geflüstert, dass wenn ich gross und stark werde mit in die Schweiz ziehen darf. Und so sass ich Tagelang am Zaun und wartete auf das Schweizer Pärchen. Jaulte und jammerte, dass es allen auf den Geist ging. So wurde ich wohl an Tage älter - aber an Grösse und Gewicht überholten mich bis auf Allegro (mein Bruder) alle. Trotzdem hoffte ich, dass diese Frau aus dem anderen Land das Versprechen hielt. So war es dann auch - und ich zog mit knapp 8 Lebenswochen in Helvetien ein - zu Harun (mein Vater - kannte ihn ja kaum) und Aishe (Katze) ...
Kurz nach dem diesem Einzug erwachte Frauchen eines Nachts und war wie gelähmt.
Sie hatte geträumt das ich sterben würde. 
Zeitgleich hatte ich mich zum wiederholten Male übergeben. Wie eigentlich schon so oft.
Ein Besuch bei der Ärztin welche Ihre Praxis erst neu eröffnet hatte stand an.
Mensch war die Frau im weissen Kittel nett - 
ich vertraue beiden Blind. Klar - bekam ich dort vor dem Röntgen jedesmal lecker Katzenfutter zu fressen. Wer wäre da nicht gerne hingegangen.
Um das Ganze abzukürzen... Die Diagnose stand relativ schnell fest.
Ich hatte einen Megaösophagus (erweiterte Speiseröhre - mehr kannst Du durch anklicken des Fachbegriffs erfahren) die Prognose schien nicht gerade gut. Es war die Rede von evt. Erstickungstod -  oder das ableben durch eine starke Lungenentzündung.
Manche Fachleute erklärten hartnäckig, dass ich schon in ganz jungen Jahren sterben würde und Frauchen mich daher jetzt schon erlösen soll.
So dachte Gottlob weder Frauchen, Herrchen - noch die nette Ärztin.
irgendwann erhielten wir einen Anruf vom Frauchen meines Bruders (Allegro). 
Dieser war auch am selben erkrankt und seine Prognose war ebenso schlecht. Erneut wurden wir mit der Meinung von Fachkundigen konfrontiert. Diese hielten Hartnäckig an der These fest, dass wir schon Bald ersticken werden.
HA! da kannten sie mein Frauchen nicht - Sie hütete mich wie Ihr Augapfel ohne mich dabei zu über behüten. Erzählte es auch niemanden, damit ich im Umfeld eine Chance bekam als normaler Hund auf zuwachsen. Denn für mich war mein Zustand normal... solange mir niemand was anderes einzureden versuchte.
Sie Instruierte dafür jeden, der mit mir Kontakt hatte, dass mir keine Leckerchen hin geschmissen werden sollen. Sondern aus der Hand ins Maul geben werden dürfen. (ich nahm ja alles das man mir Anbot immer sehr sanft) Verkauft wurde das Ganze unter "er macht ne spezielle Ausbildung und damit helfen sie uns"
Preisgegeben hat sie es erst als die Anfrage zum Deckrüden kam. Das hätte mir schon gefallen, aber wenn Frauchen da den Riegel schiebt....dann mach ich halt in mein ...Piiiiiep... einen Knoten.
Sie wollte nicht, dass meine Gen Erkrankung weitergegeben wird. Im übrigen trotz Nachforschungen hat man nie raus gefunden von welcher Seite her diese Veranlagung zum Megaösophagus gelegen hat. Vielleicht, weil man früher bei grossen Würfen die Kleinsten Kalt gemacht hat. (das wären dann evt. die mit MgÖ)

Weil ich eben nichts vom Boden fressen durfte, trainierte Frauchen mit mir "Tausch Handel". Ich so clever - brachte Frauchen hin und wieder einen gefrorene Pferdekegel oder Katzen Kacke  -  weil ich im Gegenzug ein viiiiiiiiel besseres Leckerchen dafür bekam. War dann stolz wie ein Schneekönig.

Als alter Rüde konnte ich sagen... ich habe schon eeeeeeewig keine Megaö....- & Kotzbeschwerden mehr. 
War gut gewachsen und man merkte mir nicht an, was für eine arme Kröte ich mal gewesen bin.
Allegro mein Bruder lebte auch noch in bester Gesundheit. und wurde sehr alt.
Den besuchten wir ja hin und wieder in Frankfurt. 
Eine Futterumstellung stand irgendwann an und Frauchen begann mich mit Biohund - Frau Hutter sei Dank) zu füttern. 

Habe schon erzählt, dass Frauchen mich wie ein normaler Hund erzogen, behandelt und trainiert hat.
So wurde ich im Laufe der Zeit ausgebildet in Obedience, Fährten, Unterordnung und Sanitätshund.
Dies alles jedoch ohne Prüfungen zu laufen oder in einem *Verein / Gruppe zu sein. (nur die das 1. Jahr)
WIR (Frauchen und ich) mochten das nicht und überlassen das gerne anderen. 
Trainierten jedoch alles mögliche wacker weiter... weil es ja soooo einen Spass gemacht hat. 
Apropos!
Als Frauchen Knall auf Fall eine schlimme Diagnose gestellt bekam, wich ich nicht von Ihrer Seite und umsorgte Sie, wie sie mich umsorgt hatte... Sie nannte mich "Ihre liebste Krankenschwester" und ist, wie ich, abgesehen von einigen Zipperlein nach 15 Jahren & über 50ig gut beieinander.
Bei mir wurde dann im Alter Spondylose diagnostiziert. Mit Pillen, Duschkuren und die angemessene Bewegung, ausserdem - gaaaanz Wichtig - keine Kälte beim Liegen, hoffte das ganze Rudel auf noch viele gute gemeinsame Jahre.
Trotz Altersbedingter Seh- und Hörschwäche bemühte sich Frauchen immer mit mir trotzdem spannende Dinge zu unternehmen. Suchspiele - Spuren lesen und vieles anderes.
So verlebten wir auch bis zu meinen letzten beiden Tage das erhoffte Ziel. 

Da ging es mir plötzlich innert Stunden zunehmend schlechter und als ich dann nur noch so da lag und mich nicht mehr bewegen mochte, Frauchen zuzwinkerte "jetzt sagen wir wedel wedel" schenkte sie mir mit dem heran rufen der lieben Tierärztin, eine weitere Freiheit ins Paradies.
Meine letzten Stunden verbrachte ich zwischen den Beiden Frauen - ne eigentlich waren es drei - denn meine Mai-Lin war ebenfalls zu gegen. Der Duft von Kerzen, Räucherstäbchen und Tee lag in der Luft. So wie das vertraute, angenehme geplapper der Ladys. 
Unter uns - ich war mit über 12 Jahre...einem sehr erfüllten und liebevollen Leben und Mai-Lin an meiner Seite so reich beschenkt worden, dass ich das jedem anderen Lebewesen auch nur so wünschen kann.

Frauchen sehr traurig.
jedoch der festen Überzeugung, dass ich nun mit Harun (meinem Vater) Aishe und Loulou (unsere Haustiger) und noch vielen anderen uns Bekannten Menschen und Tiere, durch Blumenwiesen streife. 
Fakt ist, dass wir uns alle eines Tages wenn die Zeit gekommen ist wieder sehen. Ohne Schmerzen, Gebrechen oder Probleme. Egal wie lange es dauert... ich warte!

und wenn Du nun denkst - der hat ja gar nichts über Herrchen geschrieben... Richtig! Denn da wo Frauchen wirkt, zieht Herrchen mit und umgekehrt.
Waaaaaas? ne - kein Waschlappen ... ein liebenswerter Macho - er wie ich...
und Beide lieben wir unser Frauchen...
mein - "was stellen wir jetzt an Blick"
mein Schmelzkäse Blick oder "bin ich nicht lieb"
meine "Sauwohl Stellung"